Das Hotel "Mühlenhof" hat in der Hitparade der schlechtesten Unterkünfte eindeutig die Pension Apostel von Wismar abgelöst. Das war gruftig. ich verschone Euch mit Details.
25m hoch, Eisen, über 1.000 Tonnen schwer, aus 45 Teilen zusammengeschweißt, natürlich nicht von ihm.
Aber außer durch die Größe hat mich das Ding nicht wirklich beeindruckt. Der "Totholzständer" heißt, offiziell "die Elbequelle". Ok, da habe ich oben tatsächlich reichlich Totholz gesehen. Immerdorf meinte, er zitiere Caspar David Friedrichs "Wintereichen"- er meint sicher die "Eichen am Hünengrab. Eine der Eichen hat auch eine abgerissene Krone. Bei Immendorf steht sie " für die Kraft der Natur". Larifari, wie kann man so naiv sein, die "Rezeptiosgeschichte" gerade dieses Bildes aus- zublenden. Sei´s drum!
Warum er aber an diese "Elbequelle" seine Palette und seinen Malstock nageln musste, da fällt mir nichts dazu ein, außer, dass der gute Prof. Immendorf noch nie von Selbstzweifeln angenagt war.
Sein Motto sagt er: "Getarnt durch Baum und Borke wird des Malers Pinsel zum Spaten"
- Da kann ich nur sagen: "Jörg, mir graut vor dir!"
Das ist nicht nur schiefe Metaphorik und schlechtes Deutsch!
Das ist abstrus!
Raus aus Riesa bin ich schnell - und genauso schnell ist der Radweg weg. Verliert sich irgendwie zwischen den Fabriken und dem Hafen. Doch dann sehe ich das erst "Umleitungsschild". Kein Witz, den halben Tag bin ich Umleitungen vom Elberadweg nachgefahren. Und sogar richtig ordentlich ausgeschildert.
Am Ortsausgang von Riesa ein Wegweiser für die Bundesstraße, Torgau 34 km. "Auweia!" - denke ich, sollte ich mich so verkalkuliert haben. Das ist doch keine Tagestour. Dank des Elberadweg-Umleitungs-Managements sollten es dann doch ganz normale 60+ km werden.
Beschauliches Radeln. Wenig Gegenwind. Sonne, aber kalt.
Die Elbe sehe ich den ganzen Tag vielleicht 3-4 Mal - kurz.
Dafür aber jede Menge Tiere, einheimische, z.B. Kraniche und weniger einheimische,
Der Anblick der Silos beim Losfahren war noch das Schönste. Riesa, das merke ich erst heute, ist hauptsächlich eine Industriestadt. Große Firmen, das hat offensichtlich Geld in die Stadtkasse gespült.
Nicht jede Stadt kann sich eine solch imposante Skulptur von Immendorf leisten, bzw. solch potente Sponsoren muss man erst einmal haben.
Aber außer durch die Größe hat mich das Ding nicht wirklich beeindruckt. Der "Totholzständer" heißt, offiziell "die Elbequelle". Ok, da habe ich oben tatsächlich reichlich Totholz gesehen. Immerdorf meinte, er zitiere Caspar David Friedrichs "Wintereichen"- er meint sicher die "Eichen am Hünengrab. Eine der Eichen hat auch eine abgerissene Krone. Bei Immendorf steht sie " für die Kraft der Natur". Larifari, wie kann man so naiv sein, die "Rezeptiosgeschichte" gerade dieses Bildes aus- zublenden. Sei´s drum!
Warum er aber an diese "Elbequelle" seine Palette und seinen Malstock nageln musste, da fällt mir nichts dazu ein, außer, dass der gute Prof. Immendorf noch nie von Selbstzweifeln angenagt war.
Sein Motto sagt er: "Getarnt durch Baum und Borke wird des Malers Pinsel zum Spaten"
- Da kann ich nur sagen: "Jörg, mir graut vor dir!"
Das ist nicht nur schiefe Metaphorik und schlechtes Deutsch!
Das ist abstrus!
Raus aus Riesa bin ich schnell - und genauso schnell ist der Radweg weg. Verliert sich irgendwie zwischen den Fabriken und dem Hafen. Doch dann sehe ich das erst "Umleitungsschild". Kein Witz, den halben Tag bin ich Umleitungen vom Elberadweg nachgefahren. Und sogar richtig ordentlich ausgeschildert.
Beschauliches Radeln. Wenig Gegenwind. Sonne, aber kalt.
Die Elbe sehe ich den ganzen Tag vielleicht 3-4 Mal - kurz.
Dafür aber jede Menge Tiere, einheimische, z.B. Kraniche und weniger einheimische,
Und nicht nur einmal. Der Sachse scheint ein neues Lieblingstier zu haben, so wie der Schweizer jetzt das Lama liebt.
Auch jede Menge eher exotische Rinderrassen scheinen gerade schwer im Kommen zu sein.
Valle, weißt du um welche Longhorns es sich hier handelt? (Valle ist mein Telefonjoker, wenn ich bei Nutztieren nicht mehr weiter weiß!)
Der Elbeabschnitt zwischen Strehla und Torgau hat in der jüngeren Geschichte eine wichtige Rolle gespielt. Am Fähranleger bei Kreinitz ist ein kleiner Gedenkstein mit 2 Fahnen, einer amerikanischen, und einer russischen. Hier sollen sich amerikanische und russische Soldaten zum ersten Mal zufällig begegnet sein. Das offizielle Aufeinandertreffen, war ja dann in Torgau. Dass jetzt hier eine blau-weiß-rote Fahne weht finde ich nicht ganz korrekt. Schließlich war es die "Rote Armee" die hier bis zur Elbe vorgestoßen ist!
Beschauliche Dörfer, viel Felder, wenig los. Aber hier ist im Laufe der Geschichte wirklich der Bär los gewesen. Bei Mühlberg - also auf eben diesen Feldern hat eine Entscheidungsschlacht im Schmalkaldischen Krieg stattgefunden, deren Ausgang - um es kurz zu machen - letztendlich der "Reformation" zum Durchbruch verhalf. Auch die "Reformation" hat Schwert und Feuer gebraucht um sich durchzusetzen. - Trotzdem finde ich es ein wenig peinlich, dass Mühlberg deswegen zu den 19 offiziellen Stätten der Reformation zählt, an denen in diesen Jahren die Reformation gefeiert wird.
Ich merke, ich komme langsam in die "Luther" Gegend.
Aber zuvor treffe ich noch auf einen anderen Helden.
Belgern hat einen Roland. Ich wußte gar nicht, dass es so viele Rolandfiguren gibt. Im Rolandpark haben sie Nachbildungen von 15 Rolanden allein aus Deutschland. Diesen hier finde ich aber besonders beeindruckend.
Ein "wüschter Kerle" würde Mom sagen
Eigentlich seltsam, dass dieser Roland, obwohl er doch kein Heiliger ist, niemand richtig beschützt und auch in keiner Notsituation hilf, besonders im Mittelalter besonders beliebt gewesen ist - als Sinnbild für ein wehrhaftes Stadtbürgertum, das seine Unabhängigkeit und Freiheit verteidigt. Warum der Vasall Karls des Großen zu dieser Ehre kam? Er wurde auf jeden Fall in unserem Raum auch als ein deutliches Gegensymbol zur christlichen Ikonografie verstanden.
Der Roland hat mir gefallen. Aber der Ort ist ziemlich verschnarcht.
Die über 400 Jahre alte Bartholomäuskirche ist aber dennoch sehenswert, auch wenn sie nicht gut in Schuss ist. Wie gesagt, ich bin in Lutherland angekommen. Er hat wohl hier auch gepredigt.
Sie hat ein ganz besonderes "Innenleben":
Kirchen-Separees! Wie hängt das mit dem Protestantismus zusammen? Religion ist Privatsache, ok. Private Anbetungsräume im "öffentlichen" Raum der Kirche, wie geht das zusammen. Und wie kam das beim "Volk" an, das seine Glauben mit seinen Mitgläubigen zusammen ausüben musste. Oder hat der Protestantismus die "Gemeinschaft der Gläubigen" abgeschafft? Spannend!
Und dann Torgau!!
Ein Glück, dass ich relativ früh hier eintrudle und mich bald auf den Weg mache. Hätte nicht gedacht, dass es hier so viel zu sehen gibt.
Torgau ist natürlich Lutherstadt. Er hat hier gepredigt. Die Schlosskapelle ist nach seinen Vorstellungen gestaltet. Cranach der Ältere hat bei der Ausgestaltung von Schloss Hartenstein mitgewirkt.
Überhaupt Schloss Hartenfels ist ein Highlight.
Ich merke schon, ein Nachmittag ist ganz schön knapp für diese Stadt. Ich entscheide mich für 2 Ausstellungen im Schloss. Eines über die Hochzeiten im Schloss und eine andere ist ein Kracher ganz anderer Art. Wisst Ihr von wem ich heute eine tolle Ausstellung gesehen habe?
Kann man erkennen! Oder?
Ich wusste, dass Armin Müller-Stahl ein absolutes Multitalent ist, und über seine Bilder habe ich gelesen. Aber die Ausstellung seiner Portraits und Selbstportraits hat meine Erwartungen noch übertroffen!
Sehr interessante Bilder:
Da habe ich mich vielleicht etwas zu lange aufgehalten. Konnte einfach nicht für alles reichen.
Aber die Stadtkirche St. Marien musste schon noch sein.
Protestantische Nüchternheit in Reinkultur, auch hier hat Luther gepredigt. Ein kostenloses Orgelkonzert gab es obendrein und
Die Grabplatte von Katharina von Bora, der Frau von Martin Luther. Sie ist hier in Torgau gestorben, nachdem sie 1552 vor der Pest aus Wittenberg nach Torgau flieht, auf dem Weg hierher scheuen die Pferde und sie hat einen Unfall von dem sie sich nicht mehr ganz erholt. Im selben Jahr stirbt sie.
Auf der Umschrift steht:
"..Ist in Gott Selig entschlaffen zu Torgau Herrn D.Maritini Luthers seligen Hinterlassene wittwe Katharina."
"Das Denkmal der Begegnung an der Elbe" werde ich mir Morgen anschauen.
"Neues aus den Bilddateien der Engener Festplatte" muss heute leider ausfallen. Zwei wichtige Bilder sind leider unscharf. So etwas kann ich meinen künftigen Auswertern nicht zumuten! Also Geduld, dich nächste Fortsetzung folgt - bestimmt!
Bis Morgen!!

















Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen