Karte bis Děčín
Tetschen-Bodenbach! Die letzte Nacht in Tschechien. Eine grandiose Landschaft an einem trüben Tag.
Doch von Anfang an.
Manchmal denke ich selbst, das wird mir wieder niemand glauben. Aber ich flunkere nie!! (Fast nie!)
Heute Morgen beim Frühstück kam ich mit Karel, dem Hausherrn der Pension ins Gespräch. Er ist der Kletterer, und für die Innenhofkletterwand verantwortlich. Er ist aber auch Zeichner und Karikaturist; das ganze Haus ist voll mit seinen Blättern. Aber nicht nur das! Er ist auch ein begeisterter Kanufahrer und hat ein Buch über Flüsse in Tschechien geschrieben.
Lieber Otto, aufgemerkt! (Otto aus M. hegt seit einiger Zeit ähnliche Pläne!)
Karel macht es sich nicht einfach. Er schreibt zu jedem Fluss ein Kapitel, aber nur mit Wörtern, die mit dem Anfangsbuchstaben des Flusses anfangen.
Glaubt ihr nicht? Stimmt aber.
Und wie es sich für eine Vulkanlandschaft gehört (kennen wir einige Nummern kleiner auch aus dem Hegau) natürlich auch Burgen in großer Zahl.
Bei Ustí/Aussig, sind es noch
Doch von Anfang an.
Manchmal denke ich selbst, das wird mir wieder niemand glauben. Aber ich flunkere nie!! (Fast nie!)
Heute Morgen beim Frühstück kam ich mit Karel, dem Hausherrn der Pension ins Gespräch. Er ist der Kletterer, und für die Innenhofkletterwand verantwortlich. Er ist aber auch Zeichner und Karikaturist; das ganze Haus ist voll mit seinen Blättern. Aber nicht nur das! Er ist auch ein begeisterter Kanufahrer und hat ein Buch über Flüsse in Tschechien geschrieben.
Lieber Otto, aufgemerkt! (Otto aus M. hegt seit einiger Zeit ähnliche Pläne!)
Karel macht es sich nicht einfach. Er schreibt zu jedem Fluss ein Kapitel, aber nur mit Wörtern, die mit dem Anfangsbuchstaben des Flusses anfangen.
Glaubt ihr nicht? Stimmt aber.
Hier eine Seite über die Oder, die ja in Tschechien enspringt!
Eine schöne Tradition, die ich aus dem Manierismus der Barockzeit kenne.
Es ist einfach toll, dass es noch richtig nette Verrückte gibt!
Der Tag ist nicht nur trüb, sondern wieder sehr kühl. Es schieben sich tiefhängende Wolken durchs Bild. Es sieht den ganzen Tag so aus, als würde es gleich richtig regnen. Doch ich habe Glück. Ich werde nie richtig nass.
Die Radwege sind jetzt topp!
Fast durchgängig direkt an der Elbe. Bis auf ein paar knackige Ausreisser in die Hänge.
Dementsprechend sind auch viele Radler unterwegs. Auch geführte Radtouren. Meist 20 Leute alles Ebiker und die Zahnbürste wird zum nächsten Hotel vorgefahren. Ich habe gerade einen wunderschönen Platz zum Tai Chi gefunden, will gerade anfangen. Da fällt so eine Truppe ein. 20 Leute. "Sorry!"Sagt die Reiseleitung - "kleiner Unfall!"- "Raucherpause", sagt ein Teilnehmer. Mann würde mich das nerven, an jedem 2.Baum anhalten zu müssen, weil mal der eine... , dann die andere... und dann ne Raucherpause! Ich setze meinen Helm auf und radle weiter. Der nächste Platz ist eh viel schöner. Und mit den dortigen Anwohnern komme ich glänzend klar.
Eine Entenmutter mit ihren schon recht großen Jungen lässt sich von mir - und meinen langsamen Bewegungen überhaupt nicht aus dem Konzept bringen. Sie kommen ganz nahe und picken um mich herum (nö, Enten picken eigentlich, sie rupfen - irgendetwas haben sie zum Fressen jedenfalls gefunden)
Was gestern aus der Ferne zu sehen war, die Elbe muss sich auf den nächsten Kilometern einen Weg durch das böhmische Mittelgebirge suchen. Das böhmische Mittelgebirge, auch das war gestern schon deutlich zu sehen (die "Gugelhupfberge"), ist vulkanisch. Immer wieder tolle Basaltsäulen:
Durch das enge Tal muss sich der Fluss, die Bahn und der Fernverkehr durchzwängen. Auf der anderen Flussseite sind Orte vom ununterbrochenen Lastwagenverkehr schwer geplagt. Doch wie es aussieht wird gerade - eine gigantische Autobahn weiter oben gebaut.
767 km bis zur Mündung. Wenn man die etwas mehr als 100 km der Unterelbe abzieht, dann sind es noch 660 km bis Hamburg. Von den etwa 1000 km der Elbe habe ich noch nicht einmal die Hälfte.
Über Aussig gäbe es viel zu erzählen. Aber ich habe keine Lust in der Deutsch/Tschechischen Geschichte rumzukramen. Aussig ist ein ganz besonderes Kapitel.
Da ist die "neue Brücke" von 1998 deutlich erfreulicher.
Sie ist inzwischen das Wahrzeichen, einer insgesamt eher uninteressanten Stadt ist. Nichts wie raus hier.
Auszug aus: "Betrachtungen zur Kulturgeschichte des 20.und 21.Jahrhunderts" - auf der Basis der "Engener Festplatte von Morfrad M%ller-Harter" dem sensationellsten Fund der neueren Archäologie, Insel Chäserrugg, 2849, 12.Auflage, S.112ff.
"Die Auswertung der Bilddateien des Morfrad M%ller-Harters lassen keinen Zweifel zu. Die Zahl Drei ist das entscheidende Gestaltungsprinzip der mitteleuropäischen Kultur des 20./21.Jahrhunderts. Ob dafür, (wie bereits oben angedeutet) zahlenmystische oder religiöse Vorstellungen verantwortlich sind, lässt sich nicht zweifelsfrei klären, zumal viele der von M%ller-Harter dokumentierten Bauwerke noch immer nicht lokalisiert werden konnten.
Gerade die einzigarte "Scheibenpyramide", wie sie von Cumberland, Cumberland und Fröhlich bezeichnet wurde, macht deutlich, das Bauwerke dieser Größenordnung nicht profanen Zwecken dienen konnten.
Dass es sich dabei um Grabstätten handelte ist eher unwahrscheinlich. Auch wenn die - vermutlich 5 "Wächtersäulen" (Cumberland, et.al.) darauf hindeuten, dass dieses Bauwerk ein Heiligtum beherbergte, dass es zu bewachen galt. Ungewöhnlich dabei, die Konzentration der Wächter auf eine Seite. Drohte die Gefahr von Westen?)
Eine gänzlich andere Darstellung der Dreiheit gibt der Forschung dagegen noch große Rätsel auf. Ähnlich elegant in der Linienführung, wie die Türme zu Melnik, lassen sich diesen fragilen Gebilden auf den ersten Blick keine Funktion zuordnen.
Die Seile und Röhren die zu ihm hinführen, scheinen eher einer statischen Notwendigkeit geschuldet. Sind diese Sterne ( es gibt offensichtlich 2 davon) Wegweiser im spirituellen Sinne, bilden die beiden erdwärtsweisenden Schenkel ein Tor, die den Eingang in einen heiligen Bereich markieren? Erhoffte sich der Pilger, der dieses Tor durchschritt, Erleuchtung durch "höhere Wesen"? Wir wissen es nicht.
Einer anderen Repräsentation des "Trinitäts-Gedankens", aus den M%ller-Harterschen Bilddatein, konnte inzwischen lokalisiert werden.
Dass M%ller-Harter sich vor allem auf eines der 3 "Gefäße der Heiligen Flüssigkeit" (Kannwischer und Redlich) konzentrierte, mag zunächst irritieren, doch vergleichende Studien haben ergeben, dass er hier wichtige Hinweise zur Interpretation geben wollte.
Die maritime archäologische Forschungsstelle Insel Peißenberg hat im ehemaligen Großraum München sogenannte Kunstwerke des 20. Jahrhunderts bergen können, die man auf Grund der dazu gefundenen schriftlichen Aufzeichnungen als "Informelle" oder "Abstrakte" Kunst bezeichnet hat. Diese in einem streng meditativen Sinne "sinnentleerte Kunstform", genoss ausgangs des 20.Jahrhunderts großes Ansehen. Dass die 3 großvolumigen Behältnisse mit dieser sehr "wertvollen" Kunst verziert wurden, muss daingehend gedeutet werden, dass ihr Inhalt verehrt wurde. Analysen haben ergeben, dass hier eine hochkomplexe flüssige Kohlenwasserstoffverbindung gelagert wurde, deren Herkunft bisher nicht geklärt werden konnte. Wie die von M%ller-Harter dokumentierten " Gefäße der Hl.Flüssigkeit", wurden an vielen Stellen des ehemaligen Europas gefunden, die ähnlich, wie auf der abgebildeten Darstellung, durch meist rote stilisierte "Kronen" verziert werden (siehe dazu, Köhlmeier und Häberlein, "die Heiligen Flüssigkeiten, des 20.Jahrhunderts, 211ff)
(Wird fortgesetzt)
Dass man sich nach Aussig der Grenze nähert wird zunehmend deutlich. Festungen und Maschinengewehr-Bunker säumen ab jetzt den Weg.
Sie sind allesamt stehen geblieben, obwohl dieser Teil der Grenze doch über 40 Jahre eine zwischen "sozialistischen Brudervölkern" war, Warum? Schwierig zu entfernen? Oder dachte man "sicher ist sicher"? Während des Prager Frühling, standen auf der anderen Seite der Grenze die NVA Truppen tatsächlich einmarschbereit.Und an der Grenze zur Bundesrepublik genauso.
Ein ganz eifriger "Militärhistoriker" hat aus einem solchen Geschützstand sein kleines Museum gezimmert. Sieht ein weniger gruselig aus. Ich hätte es mir gerne angeschaut, aber der Museumsbesitzer war nicht zu finden.
BisDěčín ist es nicht mehr weit. Wenn ich beim Buchen meiner Unterkunft gewusst hätte, dass sich hinter diesem Namen die beiden alten Städte, Tetschen und Bodenbach verbergen, und das Tetschen der historische Kern mit dem Schloss ist.
Und Bodenbach der jüngere Bruder, dann hätte ich mich vielleicht anders entschieden.
Auf der Bodenbacher Seite wurde im 19.Jahrhundert der Bahnhof gebaut und hier boomte die Stadt die sich, dank ihrer Lage zum Verkehrsknotenpunkt entwickelte. Und so sehen die beiden Stadtteile heute auch aus. Der ältere Stadtteil, ist das Aushängeschild und schön restauriert. Für die Gründerzeit/Jugendstilgebäude aus "Boomtown" interessiert sich kaum jemand. Hier sind die Dönerbuden, die vietnamesischen Restaurants und die beeindruckenden Hotels, die von der Aufbruchstimmung des ausgehenden 19.Jahrhunderts zeugen.
Aber heute leerstehende Ruinen sind, mit chinesischen Märkten im Erdgeschoss. Dazwischen Spielhallen und "Schmuddelbars"- die Grenze, wie gesagt, ist überall spürbar.
Meine Pension Andy ist in Ordnung. Unten ist ein Friseurladen drin. Mein Fahrrad hatte ja schon viele exotische Schlafplätze. Mal im 6.Stock auf dem Balkon in Spanien, mal bei mir auf dem Zimmer, mal in einem Weinkeller, aber in einem Friseursalon ist es noch nie untergekommen. Mal sehen, ob ich Morgen ein Foto machen kann.
Die Pension Andy ist direkt neben der sehr schön restaurierten Synagoge aus dem Jahr 1906, aus der Zeit da Bodenbach boomte.
Bis Morgen!!

















Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen