Als erstes haben wir das Postamt gesucht, gefunden, an drei verschiedenen Schaltern in zwei verschiedenen Gebäuden angestanden, für die beiden Päckchen mit dem "abgefahrenen" Kartenmaterial entsprechende Formulare ausgefüllt. Die strenge Dame war nicht zufrieden, wir haben den Platz für ihren Stempel beschrieben, also das Ganze nochmal.
Freundlichkeitsfaktor auf der tschechischen Post: mangelhaft!
Als zweites das Touristenbüro: wir möchten nach Jested, das ist der Aussichtsberg von Liberec." Ja", antwortet die Dame. -wo ist der Berg?" Hdranczrskameicz" oder so ähnlich -Wie kommen wir da hin "mit Tram" -Wo fährt die Tram ab? "zum Beispiel Bahnhof" .-Und dann gibt es eine Seilbahn? "Ja" Also gut, wir gehen ja schon. Die drei Schalterdamen hatten sich bei unserem Eintreten so nett unterhalten und nehmen sofort ihr Gespräch wieder auf.
Freundlichkeitsfaktor Touristenbüro: ungenügend!
Wir haben alles gefunden und machen uns auf den Weg zum Berg.Und müssen immer wieder mal den einen oder anderen Passanten etwas fragen. Und wir finden heraus, wer die wahren Touristenfreunde sind: die älteren Herren, die meistens sogar auch noch recht gut deutsch können. Freundlichkeitsfaktor: sehr gut!
Dass wir eine Stunde für die Bergbahn anstehen müssen, dafür kann ja niemand was. Uff, aber das ist anstrengender als eine Stunde Fahrradfahren sag ich euch. Aber, dass der Kioskbesitzer, der sein gutes Geschäft mit den Wartenden macht, so ruppig ist, dafür kann er was. Vor allem die Polen schnauzt er geradezu an. Freundlichkeitsfaktor: mangelhaft!
Herrliche Aussicht ins gesamte Umland! Herrliches Wetter! Ein perfekter Bergtag!
Wir sind 1000 m hoch- die Bahn fuhr ca. 350 Höhenmeter hoch- und sind mitten im Skigebiet, das einige sehr steile Abfahrten zu bieten hat.

Hier sind wir hergekommen, man kann ganz hinten den großen Steinbruch sehen, in dessen Nähe der alte riesige Braunkohleschaufelbagger steht.
Blick auf Liberec:
Heute Abend werden wir wohl nochmal in diese schöne tschechische Bierkneipe gehen..
Und dann ist unsere schöne gemeinsame Reise zuende.
Liberec ist ein sehr schöner Abschluss gewesen.
Und jetzt ich:
Das schreibe ich jetzt zum letzten Mal auf dieser Reise, denn ab Morgen "nur noch ich".
Schade!
Ich habe mich an das gemeinsame Reise gewöhnt. Der "einsame-Radler-Wolf" fährt lieber zu zwein.
Das hat sich auf dieser Reise immer deutlicher herausgestellt.
Das mit der Freundlichkeit ist hier schon auffallend. Natürlich haben wir sehr nette, sehr auskunfts- und gesprächsbereite Leute getroffen. Aber trotzdem fällt auf, dass hier keine "Blickkontaktkultur" zu sein scheint. Man schaut sich nicht direkt an. Man grüßt sich nicht, auch nicht die Fahrradfahrer, die sich im einsamen Forst begegnen. Eigenartig.
Ich werde ja noch erfahren, ob das nur hier in den Bergen so ist, oder ob der etwas kurz angebundene Ton weiter anhält.
Vor unserer Rezeptionistin kann man Angst bekommen. Nur nichts falsch machen!
Oben auf dem Ještěd, das ist der höchste Berg des Jeschkengebirges, das zum Isergebirge gehört, habe ich leider vergeblich versucht, das Riesengebirge, mit der Schneekoppe zu entdecken, zu weit, zu diesig? Die Richtung ist klar, da drüben liegt irgendwo Hohenelbe, Vrchlabi (an der Aussprache muss ich noch feilen, sonst brauche ich gar nicht erst nach dem Weg fragen!! Ist nicht leicht)
mein morgiges Ziel.
Irgendwo, ganz weit da hinten muss es sein.
Auf dem Berg, ist ein ziemlich imposanter Turm. Ähnelt ein bisschen einer gigantischen Stupa
Und von Innen ein bisschen wie "Honis Lampenladen" - wahrscheinlich die gleiche Zeit. Sozialistische Moderne:
Was noch?
Ach ja, den tschechischen Humor, den habe ich schon immer gemocht. Hier findet man immer wieder unterhaltsame und witzige Kunst im öffentlichen Raum.
Na gut, den "Marsianer" muss man mögen. Aber die Leute mögen ihn.
Auch der Kopf neben dem Rathaus,in den man innen rein kann, ist sehr beliebt.
So und jetzt gehen wir noch einen Trinken. Auf eine sehr schöne gemeinsame Fahrt! Auf dass Friederikes 4 oder 7 Umstiege, Umsteigungen, Umsteigeaktionen...?? klappen!
Und darauf, dass mir auf der weiteren Fahrt das Glück weiterhin so hold ist, toitoitoi!
Bis Morgen.
Ja- jetzt schreib nochmal ich (Friederike),- das wünsche ich dem Manne auch:
Sonne, Rückenwind, nette Begegnungen, spektakuläre Landschaften und ein gutes Heimkommen!








Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen