Mittwoch, 20. Juli 2016

9.Tag: Tour de Rügen


Heute war der Rügen Touri Tag, mit super schönem Wetter-Bonus.
Eigentlich hatte Manne einen Ruhetag mit gemütlicher Radtour im Jasmund Naturpark/Kreidefelsen geplant. Denn wir sind zwei Nächte im selben Hotel. Aber dann habe ich mal auf die Karte geschaut: Kap Arkona, so weit ist es doch gar nicht!
Also sind wir morgens mit dem Bus (mit unseren Fahrrädern) ans Kap gefahren, haben den nördlichsten Punkt von Rügen (und von Deutschland?) bestaunt, den alten Leuchtturm bestiegen (164 Stufen) und ja auch der Manne war oben!


Und danach ging's immer der Ostsee entlang in den Süden.Eine wunderschöne Radtour, mit vielen Aufs und Abs, auf Sandweg und Pflaster, auf Asphalt und auf Betonplatten. Mal durch Kieferwäldchen, oder einen Wald mit großen Buchen, dann wieder der freie Blick auf das Meer, Felder und kleine reetgedeckte Häuser. So hatte ich mit das Ostseeradeln vorgestellt!






Die Kilometerangaben zu unserem vorläufigen Ziel Stubbenkammer variierten stark und haben uns manchmal ganz schön frustriert. Da ging's von 21 km wieder hoch auf 26 km und dann kam mal 23 km dazwischen und kurz danach 19 km. Inzwischen haben wir ja die tolle Rügen Radkarte die uns Frauke/Riek empfohlen hatte, aber es kam uns trotzdem sehr lange vor.
Leider mussten wir an den schönen Stränden von Glowe vorbeifahren, aber wir das holen wir nach.
Und zwar so richtig mit Strandkorb und Picknick.

Und jetzt ich:


Das Internet in unserem netten ungarischen Hotel nervt richtig. Sobald ich aufs Zimmer gehe, macht es die Grätsche und hier untem am Tresen ist es auch nicht so doll. Aber da gibt es wenigstens Bier.
Heute haben wir die 500 km Marke geknacht - und zwar genau am Kap Arcona, ist doch auch was



Und zwar genau hier

Bis zum Nationalpark Jasmund war die Fahrt ziemlich entspannt und häufig durch wunderbare Wälder - zuerst Kiefern, dann Buchen. Doch je näher wir dem legendären Königsstuhl kamen, desto nerviger wurde die vorgeschlagene Streckenführung, vor allem, weil es eben ständig rauf und runter ging. 
An den legendären Felsen angekommen, war die Begeisterung für die Naturwunder etwas eingeschränkt. Nach Tagen an denen wir mehr oder weniger allein durch die Gegend gezogen sind, war der touristische Hotspot ein Schock! Massen schoben sich - l a n g s a m -  von zig Führerinnen ausgebremst auf die einzige Plattform von der man aus die Kreidefelsen bewundern kann. Ein einziges Gedränge! 




Armer Caspar David - wenn du wüsstest was du angerichtet hast. Und dann der Gipfel. Ein riesengroßer Doughnut ( na ja, etwas übertrieben, es war einfach 2m großer Kringel) auf dem Weltkulturerbe stand. Aber das haben wir ja schon vorher gewusst. Warum der mitten in den schönen Buchen stand, war nicht ersichtlich.
Was sich dann jedoch wieder gelohnt hat, war unsere Fahrt zurück durch die Wälder, Richtung Sagard, das war richtig schön. Kein Mensch, keine Geräusche, nur Vögel und der Wind, so still, das war schon richtig unheimlich nach all dem Trubel, da oben.

Aber wie Friederike schon sagte. Es war ein toller Tag, auf einer schönen Insel.

Abends wieder im ungarischen Hotel wurden wir dann wieder in die Niederungen unserer Republik zurück geholt. Lassen wir das, ich will Euch und mir nicht den Rest des Abends verderben.
Aber Friederike hat dann doch noch ein schönes Highlight des Tages erleben dürfen. Sie hat ihr erstes:  Ei verbibsch!

ihrer Reise hören dürfen. Sie hatte schon geglaubt, das schöne Wort wäre ausgestorben. Und ich arme Soche einsam an der Bar, habe sogar noch ein Bier spendiert bekommen: " Für den Ärger, junger Mann!" - Den "junger Mann" liebe ich hier oben!!

Bis Morgen!!! 


2 Kommentare:

  1. Macht Spaß, Euren Blog zu lesen und die schönen Bilder zu betrachten. Würde gern mitradeln.

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  2. Macht Spaß, Euren Blog zu lesen und die schönen Bilder zu betrachten. Würde gern mitradeln.

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