Ich werfe mich in Pose! Aber etwas stimmt nicht. So wird das kein Radtour-Startbild. Aber was fehlt?
Oh, shit!! Natürlich, ich habe den Helm zu Hause liegen lassen. 14 Minuten sollten reichen. Doch da kommt ein Regionalexpress. Ich kann nicht vom Bahnsteig 2 über die Gleise. Also los, runter bis zur Unterführung, dann die Petersstraße raufgedüst. Ins Haus, Helm aufgesetzt und dann wieder runter zum Bahnhof.
Mannomann, das will ich nicht jeden Tag machen.
Ein etwas schweißtreibender Einstieg ins Radlerabenteuer. Und auch das Zugfahren mit Rädern will gelernt sein. Gepäck runter oder dranlassen? Wie wuchten wir zu zweit das Rad in den Zug. Der "Teambildungsprozess" hat uns vom ersten Augenblick gefordert. Doch schon in Stuttgart, waren wir eingespielt.
In Würzburg lief dann alles wie am Schnürchen.
In IR und IC-Zügen durch die Republik zu reisen, hat etwas von einer Zeitreise. Es ist sicher schon Jahrzehnte her, dass ich einmal in einem Zug gefahren bin, in dem man die Fenster aufmachen konnte. Was von großem Vorteil war, denn heute war es schwül - richtig schwül.
Von Würzburg bis Hamburg hatten wir reserviert. Doch an meinen Standardspruch in der Schule, mit dem ich Schülergenerationen genervt haben: "Wer lesen kann ist im Vorteil!", hätte ich mich heute besser selbst erinnert.
Hätte ich unser Ticket besser gelesen, dann wäre mir klar gewesen , dass der Wagen 17 mit Radabteil nicht auf unserem Ticket stand. Wir hatten den Wagen 7!!
Saßen aber nach Abfahrt in Wagen 17. Wenn in Fulda, Kassel oder Hannover .... mehr Radler eingestiegen wären, die eine Reservierung in Wagen 17 gehabt hätten, dann hätten wir wohl ein Problem gehabt.
Friederike - Frankreich erfahrene Zug-Rad-Fahrerin blieb cool, ich weniger.
Doch spätestens ab Hannover war klar, dass mehr Radfahrer ausstiegen, als in unser Abteil kommen wollten.
Tiefenentspannt und mit einer halben Stunde Verspätung sind wir dann in Hamburg angekommen.
Klaus hat uns am Dammtor abgeholt und uns zur Top-1 ****** Radlerunterkunft geleitet.
Kann ich aufs Wärmste empfehlen. Die Adresse rücken wir allerdings nicht raus.
Danke, Barbara, danke Klaus für den tollen Empfang und das superleckere Essen!
So und jetzt gibt es Nachtisch.
STUNDEN SPÄTER:
Von Friederike soll ich ausrichten: Nach dem Zander Ceviche, dem Lammlachs mit Couscous und dem Rhabarber-Crumble sieht sie sich heute nicht mehr in der Lage auch nur eine Zeile dem heutigen Blog anzufügen (wobei ich ich mir nicht sicher bin, ob es vielleicht eher der leckere Weißwein war, der sie schreibunwillig machte) - sie wird dafür Morgen um so mehr berichten.
Was ich mir merken muss:
1."Wer lesen kann ist klar im Vorteil."
2. Bei meinem nächsten Hamburgbesuch muss ich unbedingt das "Museum für Nahrungsmittel-
ergänzungsstoffe" besuchen, das ich bei der Einfahrt nach Hamburg vom Zug aus gesehen habe.
Übrigens sind wir heute schon 10km gefahren!!
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