Samstag, 23. Juli 2016

12. Tag: Bis Greifswald

Karte bis Greifswald


4 Tage auf Rügen. 4 Tage Sonnenschein pur. Herrliche Strände, Wälder... 
und was das bikeline-tourenbuch schreibt, können wir nur unterstreichen:

"Die mitunter sehr hügelige Route verläuft meist auf verkehrsarmen Nebenstraßen, teilweise aber auch auf holprigen Schotter-, Kopfsteinpflaster und Betonplatten-Wegen..."
Vergessen haben sie die Sandwege mit lockerem tiefen Sand, auf denen ständig das Hinterrad wegrutscht. 
Insgesamt sind wir 219 km auf Rügen rumgeradelt. Der Weg runter nach Glewitz zur Fähre über Putbus, gehörte zu den eher schönen, auch wenn weniger Weg kaum möglich gewesen wäre.




Putbus haben wir im Durchradeln "blitzbesichtigt" - schönes Residenzstädtchen, mit Schloss-  und Park und Beeindruckungsarchitektur, wie es sich gehört.


Aber alles eher "eine Nummer kleiner" - aber schön. Hier die Orangerie.


Gegen Mittag waren wir wieder auf dem Festland. Um die 20 km bis Greifswald, das hört sich nach einem gemütlichen Restprogramm an.
Wie man sich täuschen kann. 
Sollten der Radklassiker Paris-Roubaix - durch die "Hölle von Flandern" mal eine Alternativroute suchen, könnte ich Stahlbrode - Greifswald, "die Hölle Vorpommerns" wärmstens empfehlen. N U R Kopfsteinpflaster von der übelsten Sorte. Schöne Allee, kleines Sträßchen, aber unsere armen Räder taten mir wirklich leid. So ein Geklapper!!

Bei Messekenhagen bietet der Eurovelo 13 eine Alternative an, rein ins Geländer und über die kleinen Dörfer, Bis Neuenkirchen wären es höchstens noch 3 km Kopfsteinpflaster gewesen. Friederike hatte keine Lust mehr auf Zähne- und Fahrradklappern. Also links ab. Keinerlei Ausschilderung, aber der Weg war relativ leicht zu finden. Bis wir auf eine verheerende Staubstraße- Sand, Stein Staub, Dreck kamen. Das war die Wahl zwischen Pest und Cholera gewesen. 
Aber irgendwannd sind wir dann doch nach Neuenkirchen gekommen. Und nach einer Blitzerkundung von Greifswald sind wir weiter nach Greifswald/Wieck, 5 km außerhalb gefahren.


Leider haben wir das Caspar David Friedrich Denkmal nicht gefunden. Dafür aber das Haus wo Hermann Löhns mal gewohnt hat und das Geburtshaus von Wolfgang Koeppen.
Von CDF haben wir dieses Wandbild gefunden:


Aber vielleicht finden wir jetzt gleich unten am Hafen ein ähnlich schönes Motiv von CDFs 
Heimatstadt:


Wir werden es berichten


Und jetzt ich:

zu den Berichten über Rügens Radwege kann ich noch ein besonders fieses beisteuern:


 Achtung starker Verkehr! und damit meinen sie nicht die Fahrräder.

Heute ist der Tag, an dem ich endgültig beschließe mich nicht mehr in die Routenplanung einzumischen auch nicht,  wenn der Manne sagt "entscheide du". Das bringt nichts und ist in etwas so sinnvoll wie das Volk zu befragen, z.B. ob man in der EU blieben soll oder nicht. Also man könnte sagen heute ist ein Frexittag gewesen.

Das kleine Hafenstädtchen Wieck in dem wir heute gelandet sind ist wirklich sehr malerisch: Mit einer alten Holzbrücke (die immer mal wieder geöffnet wird, damit die großen Jachten durchfahren können) und dem historischen Dorfkern mit moderner Kunst:






Und das Highlight ist das Kloster Eldena, ein ehemaliges Zisterzienserkloster, bzw. die Ruinen davon, die durch Caspar David Friedrichs Gemälde bekannt wurden. 









Nach einem kühlen Hugo bzw. Köstritzer Kellerbier und leckerem Essen- ausnahmsweise mal kein Fisch- verabschieden wir uns bis morgen! 

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